Rolex Submariner Geschichte: Von der Ref. 6204 bis zur aktuellen Generation
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Rolex Submariner Geschichte

Von der Ref. 6204/6205 bis zur aktuellen Generation – die wichtigsten Referenzen und was sie für den Verkauf bedeuten.

Die Rolex Submariner ist seit 1953/54 die meistkopierte Taucheruhr der Welt – und zugleich eines der stabilsten Wertobjekte am Gebrauchtmarkt. Über sieben Dekaden hinweg hat sich das Grundkonzept kaum verändert, während Details wie Kronenschutz, Datumsanzeige und Lünettenmaterial die Modellgeschichte in klar erkennbare Generationen unterteilen. Wer eine Submariner verkaufen möchte, profitiert davon, die eigene Referenz einordnen zu können – das beeinflusst den Wert oft stärker als der reine Zustand.

Die Anfänge: Ref. 6204 und 6205 (1953–1954)

Die erste Submariner wurde 1954 auf der Basler Uhrenmesse vorgestellt, basierend auf den Referenzen 6204 und 6205. Sie war für 100 Meter Wasserdichtigkeit ausgelegt – zu ihrer Zeit ein Novum für eine Armbanduhr – und etablierte das Grundlayout, das bis heute erkennbar ist: schwarzes Zifferblatt, drehbare Taucherlünette, große Leuchtindizes.

Kronenschutz und Reife: Ref. 5512 und 5513 (1959–1989)

Mit der Ref. 5512 (ab 1959) erhielt die Submariner erstmals einen Kronenschutz – zwei kleine Metallflügel, die die Aufzugskrone vor Stößen schützen. Die parallel gefertigte Ref. 5513 (ab 1962) wurde mit 27 Jahren Produktionszeit die am längsten gebaute Submariner-Referenz überhaupt und ist bis heute eine der gefragtesten Vintage-Referenzen am Sammlermarkt.

Die erste Submariner mit Datum: Ref. 1680 (1969)

1969 stellte Rolex mit der Ref. 1680 die erste Submariner mit Datumsanzeige und Lupe (Cyclops) vor. Diese Referenz markiert die Aufteilung der Modelllinie in „No-Date"- und „Date"-Varianten, die bis heute Bestand hat und bei der Bewertung eine wichtige Rolle spielt (mehr dazu in unserem Artikel Rolex Referenznummern entschlüsselt).

Die moderne Ära: Ref. 16610 (1989–2010)

Mit der fünfstelligen Ref. 16610 etablierte Rolex ab 1989 den Maßstab, an dem noch heute jede moderne Submariner gemessen wird: Saphirglas statt Acrylglas, ein zuverlässiges Automatikwerk und ein Design, das über 20 Jahre nahezu unverändert produziert wurde. Diese Referenz ist am Gebrauchtmarkt besonders häufig und eine solide Einstiegsreferenz für Käufer.

Die „Hulk": Ref. 116610LV (2010–2020)

2010 sorgte die Ref. 116610LV für Aufsehen: erstmals eine Submariner komplett in Grün, mit keramischer Cerachrom-Lünette und grünem Zifferblatt. Unter Sammlern als „Hulk" bekannt, zählt sie zu den optisch markantesten und meistgesuchten Submariner-Referenzen der letzten 15 Jahre.

Die aktuelle Generation: Ref. 126610LN und 124060 (seit 2020)

Seit 2020 bildet die Ref. 126610LN (mit Datum) zusammen mit der Ref. 124060 (ohne Datum) die aktuelle Generation: 41 mm Gehäuse, Kaliber 3235 mit verbesserter Gangreserve, und weiterhin die charakteristische Cerachrom-Keramiklünette. Eine ausführliche Preisorientierung für diese und weitere Rolex-Modelle finden Sie in unserem Artikel Rolex Modelle und Preise.

Richtwert Submariner (gebraucht, guter Zustand): ca. 8.000 € – 17.000 €, je nach Referenz, Zustand und Vollständigkeit.

Warum die Referenz beim Verkauf so wichtig ist

Zwei Submariner mit identischem äußerem Erscheinungsbild können je nach Referenz, Produktionsjahr und Zustand einen deutlich unterschiedlichen Wert haben. Vintage-Referenzen wie die 5513 werden oft nach ganz anderen Kriterien bewertet als moderne Referenzen wie die 116610LN – Originalität von Zifferblatt und Lünette spielt bei älteren Stücken eine besonders große Rolle. Eine verbindliche Einschätzung Ihrer konkreten Referenz erhalten Sie kostenlos bei ChronoMarket – unser Bewertungsprozess ist in Wie bewertet ein Händler eine Rolex? im Detail beschrieben.

Wenn Sie sich zum Verkauf entschieden haben, lesen Sie vorab auch unseren Ratgeber Rolex verkaufen – worauf sollten Sie achten? – dort geht es um Dokumente, Verkaufskanäle und worauf Sie bei einem seriösen Käufer achten sollten.

Häufige Fragen zur Rolex Submariner Geschichte

Welche Submariner-Referenz ist am wertvollsten?

Das hängt stark von Zustand, Vollständigkeit und Seltenheit ab. Unter Vintage-Referenzen gilt die 5513 wegen ihrer langen, aber unterschiedlichen Produktionsdetails als besonders sammlerwürdig; unter modernen Referenzen erzielt die grüne „Hulk" (116610LV) meist einen Aufschlag gegenüber der Standardversion.

Was ist der Unterschied zwischen Submariner „Date" und „No-Date"?

Die „Date"-Version hat eine Datumsanzeige mit Lupe (Cyclops) bei der 3-Uhr-Position, eingeführt 1969 mit der Ref. 1680. Die „No-Date"-Version verzichtet darauf und wirkt dadurch schlichter – beide Linien werden bis heute parallel produziert.

Warum heißt eine Rolex Submariner „Hulk"?

Der Spitzname „Hulk" bezieht sich auf die Ref. 116610LV (2010–2020), deren Zifferblatt und Lünette komplett in Grün gehalten sind – eine Anspielung auf die grüne Comicfigur. Der Name stammt aus der Sammler-Community, nicht von Rolex selbst.

Ist eine ältere Submariner mehr wert als eine neue?

Nicht grundsätzlich. Ältere Vintage-Referenzen können bei Sammlern begehrt sein, moderne Referenzen punkten dagegen mit besserer Ganggenauigkeit, Wasserdichtigkeit und Materialqualität. Der Wert hängt immer von der konkreten Referenz, ihrem Zustand und der aktuellen Marktnachfrage ab.

Wie finde ich heraus, welche Referenz meine Submariner hat?

Die Referenznummer ist zwischen den Bandanstößen auf dem Gehäuse eingraviert (bei neueren Modellen auch am Innenring der Lünette). Eine Anleitung dazu finden Sie in Rolex Referenznummern entschlüsselt – oder senden Sie uns ein Foto, wir ordnen die Referenz für Sie ein.

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